Markus Heitz – Doors

Ach Markus, niemals hätte ich gedacht ein schlechtes Wort über dich zu verlieren, denn ich bin bekennender Heitz-Fan, nicht nur der Bücher, auch menschlich bin ich immer wieder angetan, wenn ich dich in der Öffentlichkeit erlebe.

Die Idee von Doors ist großartig. Als ich auf der ersten Lesung im letzten August die Pilotfolge und somit den Anfang von Doors auf dem M’era Luna in die Hand bekam, war ich absolut begeistert von der Idee und könnte es kaum erwarten.

Ein Team wird ausgesendet eine verschwundene Frau zu suchen. Hierzu müssen sie in den Katakomben entscheiden, hinter welcher der drei merkwürdigen Türen müssen sie suchen. Hier endet die Pilotfolge und der Leser entscheidet zwischen den Büchern „?“, „!“, „X“. Die Parallelwelt in die sie dann gelangen ist sowohl fiktiv als auch real. So findet sich hinter einer Tür ein Deutschland zu Kriegszeiten, aber ohne, dass es die Nazis jemals gab (Heitz berichtet, dass es ihm großen Spaß bereitet hat aus unserer Geschichte die Nazis zu entfernen).

Ich habe mich für „!“ entschieden und bin ins Mittelalter gereist. Dort ist jedoch auch alles anders gekommen, als wir es kennen. Die Frauen herrschen, doch von Frieden ist man auch hier entfernt.

Das Ermittlerteam könnte schräger nicht sein. Es besteht aus Männern und Frauen mit teils zwielichtiger Herkunft und einer Wahrsagerin. So begeben sie sich mit Spannungen untereinander auf die Suche, weil jeder den anderen im Unklaren hält, warum gerade er für diese Mission engagiert wurde. Die Entwicklung der Gruppe ist für mich über das gesamte Buch das tragende Element und das bleibt es leider auch.

Die Geschichte bleibt flach, was mich auch nicht weiter wundert. Das Buch umfasst unter 300 Seiten, wovon 80 alleine die Pilotfolge abbilden. Bleiben also für das Zeichnen einer Welt und verschiedener Charaktere knapp 200 Seiten. Dabei muss etwas kürzer gehalten werden und das sind hier eindeutig die Handlung und der Spielort.

Für mich ist klar, mein nächstes Heinz Buch muss wieder ein dicker Schinken werden, in den ich wieder in ferne Welten eintauchen kann. Ein Besuch bei den Zwergen ist schon längst überfällig.

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Veröffentlicht von

juliaimwunderlandblog

Ich bin Julia, werde dieses Jahr das dritte Mal 29 und arbeite mit Menschen mit Handicaps. Meine Arbeit und mein verträumter Geist lenken meinen Fokus immer wieder auf die schönen Dinge des Lebens. Manchmal ist es nur ein Bild oder ein Essen oder ein Buch, welches einen in eine Welt entführt, die frei ist von dem, was uns täglich belastet.

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