Auslöschung – Jeff vanderMeer

„Schatz, da gibt es einen Film auf Netflix, da gehört eine Buchreihe dazu….“ Alles klar, das muss ich lesen. Wie könnte ich mir hinterher sonst nicht vorwerfen meine eigenen Bilder zerstört zu haben und von den Bildern des Films beeinflusst zu sein? Bei annähernd dystopischen Büchern braucht man mich auch nicht zweimal bitten.

Area X, ein Areal mit eigenen Naturgesetzen, wenig erforscht und voller Geheimnisse. Jeder der dort war, kommt als ein anderer zurück. Die Geheimnisse finden sich in der dortigen Natur, sie strahlt, sie lebt, mit nichts vergleichbar was wir kennen. Wir begleiten eine Frau, die sich dem Wissenschaftsteam anschließt, diese Mysterien zu erforschen und sehr schnell feststellt, dass irgendetwas nicht so läuft, wie es ihr verkauft wurde.

Die Geschichte ist spannend und ich hatte sehr schnell Bilder in meinem Kopf von dieser Parallewelt, wollte immer wieder selber spüren und sehen wie alles lebt. Am Ende blieben für mich einige Fragen offen, die vielleicht in den weiteren Teilen ihre Antworten haben, was mich quasi zum Weiterlesen zwingt. Der Film kann es wie so oft nicht im Geringsten mit dem Buch aufnehmen, der psychologische Teil des Experimentes fällt für mich leider völlig heraus. Wie es wäre den Film ohne Buch gesehen zu haben? Ich werde es nie herausfinden.

Die Kieferninseln – Marion Poschmann

Die Kieferninseln stehen auf meiner Wunschliste seitdem ich mich mit der Shortlist des Buchpreises näher auseinandergesetzt hatte.

Ein Mann der träumt er würde von seiner Frau betrogen und dann Hals über Kopf nach Japan flieht, klingt so abgefahren wie es dann auch war. Ein Verlauf der Geschichte lässt sich kaum erfassen, man muss sich einlassen auf eine besondere Art des Erzählens und eine besondere Sprache. Die meiste Zeit habe ich mich gefühlt wie in einem Murakami Roman und mich in ein Land verliebt, welches ich noch nie bereist habe.

Wer ein bisschen Wahnsinn erträgt und dem Gefühl einer Geschichte besser folgen kann als einem chronologischen Ablauf, ist auf den Kieferninseln perfekt aufgehoben.

Flammende Welt – Genevieve Cogman

Bei der flammenden Welt handelt es sich um den zweiten Teil der unsichtbaren Bibliothek.

Die Jagd nach Büchern geht in die nächste Runde. Irene und Kai wissen zunächst nicht, wer für Chaos und Zerstörung verantwortlich ist und sehen ihr Heiligstes, die Bibliothek und ihre Bücher in Gefahr.

Die Geschichte übertrifft in den Punkten Spannung, Knistern und Intrigen die erste nochmal ein wenig und las sich daher zügig und wird von mir auch noch mit dem dritten Teil weiter verfolgt. Die Mitstreiter und Widersacher waren beeindruckend dargestellt und erschienen mir dadurch sehr klar vor meinem inneren Auge.

Wer Bücher über die Macht der Bücher schätzt, wird in diesem Fantasy Abenteuer nicht enttäuscht. Mehr Informationen dazu gibt es in meinem markierten Beitrag. Solche Bücher laden trotz aller Spannung zum Träumen ein.

Welche Bücher würden in eurer Bibliothek stehen und mit eurem Leben beschützt werden? Und in wessen Bücherheiligtum würdet ihr reisen, wenn ihr die Tür dahin entdecken würdet?

Bei mir wären es sicher Momo, die unendliche Geschichte, alles von Antonia Michaelis und Murakami, in deren Bibliotheken ich gerne mal ein paar Stunden verbringen würde.