Noah – Sebastian Fitzek

Herr Fitzek und ich sind in unserem ersten Kontakt dem „Joshua-Profil“ nicht sehr glücklich gestartet. Es war mir zu reißerisch, es blieb keine Zeit für die Zeichnung der Charaktere, ein Knaller jagte den nächsten und es las sich wie ein Hollywood Film. Durch den Rat einer guten Freundin bekam er jedoch eine zweite Chance, zu Recht.

Noah kann sich an nichts erinnern. Er wird von einem Obdachlosen gerettet und aufgenommen und findet sich in dieser Welt nicht zurecht. Sehr schnell erkennt er ein Bild in den Medien als Erinnerunsfetzen und meldet sich als der weltweit gesuchte Künstler. Dadurch gerät er in einen Strudel verwirrender Machenschaften und in sein altes Leben zurück. Doch hält dies nichts Positives für ihn bereit. Dieses Buch ist an Spannung nicht zu überbieten. In meinem Krankenlager habe ich es fast in einem Rutsch durchgelesen. Die wesentliche Komponente ist für mich die Brücke zu unserer derzeitigen Gesellschaft und mutet fast ein wenig dystopisch an. Absolute Leseempfehlung und sicher nicht mein letztes Date mit Fitzek.

Der Schwimmer – Zsuzsa Bank

Ein Familiendrama um zwei Kinder, die mit ihrem Vater heimatlos vor der Realität fliehen.

Die Geschichte plätschert seicht vor sich hin. Die Kinder kommen von einer Familie in die nächste und gewöhnen sich mit den immer selben Problemen ein, bis der Vater sich an der Dame des Hauses vergreift und sie weiter ziehen müssen. Die Sicherheit finden die Kinder im Wasser und im Schwimmen. Und dann verließen mich die Geister. In der Geschichte gab es keine Höhen und Tiefen und alles wirkte etwas flach. Nach der Hälfte kapituliere ich also nun.

Des Teufels Gebetsbuch – Markus Heitz

Was für ein Buch. Es geht um ein Kartenspiel, aber nicht irgendeines, denn dieses hat besondere Kräfte. Damit wird auch Thadaeus Boch konfrontiert. Der ehemalige Spielsüchtige arbeitet in einem Casino und weiß um die Macht des Spiels, doch dieses hier ist anders. Superieur ist ein Spiel auf Leben und Tod, denn wer das Pik Ass zieht ist tot. Gespielt wird um die besonderen historischen Karten, die eine unerklärbare Macht auf ihren Besitzer haben. Doch was stellen diese Karten erst an, wenn sie alle wieder vereint werden?

Dieser Frage geht nicht nur Thadaeus auf den Grund, auch eine Menge mächtige Menschen haben es darauf abgesehen. Es beginnt eine Jagd um das Teufels Gebetbuch, was mir vor Spannung so manches Mal den Atem geraubt habt. Parallel taucht man ein in das 18. Jahrhundert, in dem das Kartenspiel noch im geheimen Gemäuern gespielt und unter Strafe stand. Und hier sind wir am Entstehungsort des Höllenblattes. 

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, wie schon lange keines mehr. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und gejagt, bin eingetaucht und habe gebangt. Ich schätze Markus Heitz sehr für seine Bücher und dieses landet sicher bei meinen Büchern des Jahres.

Die unsichtbare Bibliothek – Genevieve Cogman

Ein fantastischer Roman um die Bibliothekarin Irene und ihren Schüler Kai. Die beiden sind im Auftrag der Bibliothek, die sich in einer Parallelwelt befindet, auf der Jagd nach Büchern. Das Ziel ist die Ansammlung besonderer Exemplare. Sie bedienen sich dabei einer spannenden Fähigkeit, der Sprache. Diese wird stetig verbessert durch die Sammlung der Bücher. Mit dieser besonderen Sprache können  Gegenstände oder auch Menschen befehligt werden, sich zum Bespiel nicht mehr zu bewegen oder zu verändern. Doch nichts geht ohne Widersacher, sodass die Geschichte mit einer ordentlichen Portion Spannung und Verschwörung daher kommt.

Ein aufregender Auftakt in diese Reihe und ich bin ein bisschen verliebt in einige Charaktere. Bücher über Bücher begeistern mich immer wieder besonders und auch dieses kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen.