Die Analphabetin, die rechnen konnte – Jonas Jonasson

Wieder ein Titel aus dem Lesezirkel und meine Lust hielt sich in Grenzen, nachdem die Damen, die bereits fertig waren, ihre Meinung abgegeben hatten. Da wollte ich doch mitreden können und mir mein eigenes Bild machen.

Die erste Hälfte las sich ähnlich wie „der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Die Hauptcharaktere stolpern von einem Schlamassel in den nächsten, bleiben dabei ganz sie selbst und lassen den Leser an buddhistisch anmutenden Lebensweisheiten teilhaben. Die Verfolgung dieses Weges habe ich, wie auch beim Hundertjährigen in den Anfängen genossen. Doch nimmt diese Linie kein Ende und verliert sich in immer größeren Absurditäten, bis sie da endet, wo sie begonnen hat: auf dem Boden der Tatsachen. Der für Lebensratschläge offene Leser wird sich hier sofort seine Rosinen herauspicken können, ich jedoch nicht. 

Ich lese gerne Bücher, die mich quer denken lassen, mir einen frischen Blick verschaffen, aber diese Geschichte ist so absurd und plump und hat mich einfach nur genervt.

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Veröffentlicht von

juliaimwunderlandblog

Ich bin Julia, werde dieses Jahr das dritte Mal 29 und arbeite mit Menschen mit Handicaps. Meine Arbeit und mein verträumter Geist lenken meinen Fokus immer wieder auf die schönen Dinge des Lebens. Manchmal ist es nur ein Bild oder ein Essen oder ein Buch, welches einen in eine Welt entführt, die frei ist von dem, was uns täglich belastet.

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