Die Analphabetin, die rechnen konnte – Jonas Jonasson

Wieder ein Titel aus dem Lesezirkel und meine Lust hielt sich in Grenzen, nachdem die Damen, die bereits fertig waren, ihre Meinung abgegeben hatten. Da wollte ich doch mitreden können und mir mein eigenes Bild machen.

Die erste Hälfte las sich ähnlich wie „der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Die Hauptcharaktere stolpern von einem Schlamassel in den nächsten, bleiben dabei ganz sie selbst und lassen den Leser an buddhistisch anmutenden Lebensweisheiten teilhaben. Die Verfolgung dieses Weges habe ich, wie auch beim Hundertjährigen in den Anfängen genossen. Doch nimmt diese Linie kein Ende und verliert sich in immer größeren Absurditäten, bis sie da endet, wo sie begonnen hat: auf dem Boden der Tatsachen. Der für Lebensratschläge offene Leser wird sich hier sofort seine Rosinen herauspicken können, ich jedoch nicht. 

Ich lese gerne Bücher, die mich quer denken lassen, mir einen frischen Blick verschaffen, aber diese Geschichte ist so absurd und plump und hat mich einfach nur genervt.

Glennkill, ein Schafskrimi – Leonie Swann

Tiergeschichten stehen auf meiner persönlichen Liste so weit unten, dass sie eigentlich schon gar nicht mehr drauf stehen. Warum ich dann doch zu diesem Buch gegriffen habe, kann ich gar nicht genau sagen. Wahrscheinlich war es eine gewaltige Portion Wagemut und viele gute Meinungen dazu.

Die Geschichte ist definitiv charmant mit Schmunzelgarantie. Die Herde um Miss Maple, das intelligenteste Schaf der Herde, wird mit dem plötzlichen Tod ihres Schäfers George konfrontiert. Dies können sie nicht einfach so hinnehmen, darum beginnen Sie Nachforschungen anzustellen. Während der Ermittlungen werden alle Herdenmitglieder mit ihren besonderen Charakteren sehr liebenswert dargestellt, verlieren dabei aber nicht ihre tierischen Macken, wie zum Beispiel ihren plötzlichen Konzentrationsverlust, da ihr Naturell sie zum permanenten Grasen zwingt. Absolut raffiniert gehen sie an die Aufklärung dieser Ungerechtigkeit um ihren Schäfer.

Ich, die niemals lacht beim Lesen, habe mich doch häufig dabei erwischt und empfehle dieses Buch uneingeschränkt weiter.

Gemüselasagne

Wochenende und endlich wieder Zeit in der Küche zu stehen. Bei mir haben sich förmlich Entzugserscheinungen eingestellt, bis ich mich bei dieser Lasagne für die Familie austoben konnte.

1 Aubergine

2 Zucchini 

1 Paprika

1 Handvoll Pilze

1 Zwiebel

12 Lasagneplatten

Olivenöl

Salz, Pfeffer
Für die Sauce :

1 kg Tomaten

80g Tomatenmark

Italienische Kräuter

1 Zwiebel

1 EL Agavendicksaft
Zum Überbacken:

100g Mandelmus
Das Gemüse für die Lasagne in Würfel schneiden. Eine Zwiebel anschwitzen und das Gemüse circa 5 Minuten dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen, anschließend zur Seite stellen.

Zwiebel und Tomaten klein schneiden, Zwiebel in einem Topf mich Öl anbraten und die Tomatenstücke dazugeben und 5 Minuten köcheln lassen. Tomatenmark und Agavendicksaft dazugeben und einmal aufkochen lassen. Italienische Kräuter und Gewürze dazugeben.

Backofen auf 220Grad vorheizen. In eine Auflaufform erst ein wenig Sauce, dann eine Schicht Lasagneplatten legen, darüber Gemüse und wieder Sauce. Dies so lange machen, bis alle Platten verbraucht sind und mit Gemüse und Sauce abschließen.

Die Form mit Alufolie abdecken und 30Minuten in den Ofen. Mandelmus mit circa 80ml Wasser zu einer Creme vermengen und großzügig würzen. Nach 30Minuten Backzeit die Alufolie abnehmen, Creme drüberstreichen und nochmal 10 Minuten überbacken.

Guten Appetit!

Malfuria, die Hüterin der Nebelsteine von Christoph Marzi

Dies ist der zweite Teil um Catalina die Kartenzeichnerin. Sie hat eine besondere Gabe, denn die Karten die sie zeichnet werden real. Diese Magie hat einen hohen Preis, den sie in dieser Geschichte zahlt, denn sie muss ohne ihren Gefährten Jordi  in Malfuria bestehen.

Die Spannung wird direkt aus dem ersten Teil übernommen, verändert sich über den gesamten Verlauf kaum merklich . Von Christoph Marzi schätze ich besonders seine Sprache, die es schafft, dass die Erzählung einen an die Hand nimmt und einen in eine dicke Decke kuschelt, ähnlich wie ein Märchen. Insgesamt verhält es sich hier wie mit vielen zweiten Teilen, dass der Inhalt ein wenig schwächelt im Vergleich zur ersten. Trotzdem freue ich mich auf ein pompöses Finale und empfehle die Reihe gerne weiter.