Die Allee der verbotenen Fragen – Antonia Michaelis

Wer mich kennt weiß, Antonia Michaelis ist meine absolute Lieblingsautorin. Sie sticht durch eine zauberhafte Sprache hervor, ihre Geschichten nehmen einen wie Märchen gefangen. Man ist immer in einer anderen Welt, auch wenn die Themen sich immer in der gegenwärtigen Realität befinden. Dadurch haben die Themen immer auch etwas Bedrückendes und kritisches.

In der Allee der verbotenen Fragen geht es um eine verlorene Liebe, längst nicht so klischeehaft wie es klingt, aber sehr gefühlsstark. Akelei, die eigentlich verheiratet ist, trifft auf die Spuren ihrer Jugendliebe und beginnt diese zu verfolgen. Dabei entdeckt sie unter anderem spannende Wahrheiten, aber auch sich selbst. Sie erkennt die Lügen ihres vermeintlich glücklichen Alltags und begibt sich so zu ihrem wahren Glück.

Zauberhaft, auch wenn nicht ihr stärkstes. Für ihr bestes lege ich allen den „Märchenerzähler“ ans Herz.

Rosenkohl mit Cashewrahm

Ich liebe Rosenkohl und ich liebe Nussmus. Deswegen reicht mir die Kombination aus beidem auch aus für ein Unter-der-Woche-Lieblingsessen oder als Beilage zu Bratlingen und Kartoffeln. Von mir gibt es natürlich auch die Thermomix Variante.

500g Rosenkohl

1 EL Cashewmus

1 El Gemüsepaste oder Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer, Muskat

Rosenkohl putzen und Kreuz einschneiden. Im Thermomix im Garkörbchen mit 500g Wasser und der Gemüsepaste/Brühpulver auf Varoma 25 Min garen. Alternativ in Gemüsebrühe garkochen. Garwasser aufheben

In einer Schale das Cashewmus mit dem Garwasser nach und nach verrühren, bis es die gewünschte Konsistenz hat. Mit den Gewürzen abschmecken und über den Rosenkohl geben.

Guten Appetit!

Blauer Hibiskus – Chimamanda Ngozi Aidichie

Dieses Buch hätte ich mir selbst niemals ausgesucht. Ich bemängel bei Literatur aus anderen Kulturkreisen oft, dass ich mich persönlich nicht in die Geschichte hinein versetzen kann. Aber dieses Buch ist völlig anders. Ausgesucht hat es die Buchgruppe und ich war aus erwähnten Gründen skeptisch. Das Großartige an der Gruppe ist aber, dass man sich eben auch auf etwas ganz Neues einlassen kann.

In dieser Geschichte begleitet man die 15jährige Kambili aus Nigeria. Sie lebt in einer wohlhabenden, streng katholischen Familie, die im Dorf sehr geachtet ist. Doch hinter der Fassade trifft man auf Zweifel und Gewalt. Zusätzlich werden sie Unruhen in Nigeria ausgesetzt, die das ganze Land durcheinander bringt.

Ich durfte diese starke junge Frau beim Erblühen ihrer selbst beobachten und kam kaum davon los. Ich fühlte mich wie eine stille Beobachterin, ganz nah dabei, bei allen Emotionen. Für mich schon ein Higlight des Jahres, wovon ich unbedingt mehr brauche.

Kalte Asche von Simon Beckett

Mein zweiter Ausflug mit David Hunter ging auf die Insel Runa. Dort wird er hinzugezogen zu einer verbrannten Leiche, die er in altbekannter Art untersucht. Außerdem gerät er wieder in die weiteren Geschehnisse herein und ist an den Mordfällen näher dran, als ihm lieb ist.

Die Fälle des David Hunters bieten einen ganz anderen Einblick in die Pathologie und dem Leser somit eine Herangehensweise an die Morde, die man so noch nicht gelesen hat. Er überführt die Täter durch die Analyse biologischer und chemischer Verwesungsprozesse und seinem besonderen Gespür für die Täter.

Ich kann die Reihe uneingeschränkt weiter empfehlen und freue mich, dass Simon Beckett meine Reihe abgebrochener Bücher beendet hat.