Der Circle von Dave Eggers

Dieses Buch hat mich mit dem Klappentext neugierig gemacht und deshalb habe ich es meinem Liebsten empfohlen, der meine Euphorie im Verlauf jedoch nicht teilen konnte. Nur deswegen habe auch ich mich gequält, denn die Erwartungen müssten doch irgendwie erfüllt werden… Pustekuchen.

Der Circle ist eine Firma, die mich irgendwie an Facebook erinnert. Die völlige Transparenz ist das Ziel. Alles mit allen zu teilen und das immerzu.

Der Leser begleitet Mae bei ihrem Weg in der Firma, vom Eintritt bis zur völligen Einnahme durch die Jagd zur völligen Kontrolle. Die Idee ,für meinen Geschmack unheimlich stark, zeigt sie die Ausmaße an, die unsere Gesellschaft annehmen könnte. Sehr kritisch wird man auf den eigenen Medienkonsum gestoßen und zum Nachdenken angeregt. Ausgeblieben ist hierbei aber jeglicher Spannungsaufbau. Die Geschichte plätschert leider nur so vor sich hin.

Schändung von Adler Olsen

Der zweite Thriller vom schrulligen Komissar Carl Mørck und seinem Helfer Assad hat mich wieder völlig eingefangen. In diesem Fall wird man mit einer Gruppe Sadisten konfrontiert, die ihre Erfüllung im grenzenlosen Quälen von Tieren und Menschen erleben. Mit genügend Geld und Ansehen tun sie dies auch noch völlig ungestört. Die Ermittlungen sind dabei über die gesamte Zeit spannend und der Einblick in menschliche Abgründe lässt den inneren Voyeur mit großen Augen stehen.

Ein spannendes Thema, ein besonderer Humor und ich kann mich nicht mehr lösen. Leseempfehlung!

Weihnachtsversuchslabor

Weihnachten ist nicht mehr weit und schon lang steht nicht mehr die klassische Gans auf dem Speiseplan…. auf meinem schon dreimal nicht. Die liebe Familie macht es mir leicht und isst mit mir vegan. Jetzt bin ich gefragt dieses Entgegenkommen mit einem würdigen Festschmaus zu belohnen. Da werden dann Töpfe und Pfannen gewirbelt und im November schon mal der Weihnachtsaufstand geprobt. Mein Linsenbraten ist völlig auseinandergehalten, der Hilfeschrei ins WorldWideWeb geschickt und gleich einen Zettel voll Tipps und weiteren Rezepten gesammelt. Mein Liebster wird also noch einige Linsen- und Nussbraten probieren müssen, bis das finale Menü steht. Ich denke es gibt Schlimmeres….

Was gibt es bei euch zu Weihnachten? Wie individualisiert sind eure Menüs?

Das Rosie-Projekt- Graeme Simsion

Don hat alles im Griff. Jede Minute seines Tages ist organisiert, jedes Essen wiederholt sich wöchentlich am selben Tag und alle gesellschaftlich notwendigen Verhaltensweisen sind durch Lesen und Coaching kategorisch antrainiert.

Aber eine Sache fehlt ihm doch. Eine Frau! Nur wie kann diese zeitlich effizient ausgewählt werden. Man entwerfe einen Fragebogen und sortiere Raucher und Veganer, sowie unorganisierte Frauen vor dem ersten Date aus. Doch wie der Leser erhofft, trifft die gute Planung auf knallharte Realität und auf Rosie. So nimmt die Katastrophe ihren Lauf…

Beim Lesen dieses Buchs musste ich sehr häufig in mich hineinlachen, obwohl ich Bücher die eher als belustigend eingestuft werden, eigentlich gar nicht leiden kann. Durch meinen Lesezirkel habe ich mich auf dieses Abenteuer eingelassen und bin hoch belohnt worden.

Wer Menschen aus dem Autismus Spektrum kennt, weiß wie sehr die eigene Realität im Kontakt immer wieder auf die Probe gestellt wird. Ein lustiges, auch mal trauriges, ernstes Buch, welches ich jedem ans Herz legen möchte.

Bohnen-Süßkartoffel-Curry

Nach einem vermasselten Essen mit meinen Mädels beim Inder, hatte ich Lust es besser zu machen. An einem verregneten Sonntag genau das Richtige.

300 g grüne Bohnen

300g fester Tofu

2 große Süßkartoffeln

30g Datteln oder Rosinen

1/2 TL Senfsamen

1 Knoblauchzehe

1 Zwiebel

1 Chilischote

2 EL Tomatenmark

1/2 TL schwarzer Pfeffer

1 TL Koriander gemahlen

1/2 TL Kreuzkümmel

1/2 TL Kurkuma

1/2 TL Thymian

1 EL Sojasauce

300ml Sojamilch

300ml Wasser

1 EL Zitronensaft

2 EL Mehl

Salz, Pfeffer

Öl

Bohnen klein schneiden, Süßkartoffel schälen und würfeln. Chili, Zwiebel und Knoblauch hacken. Tofu würfeln.

Das Öl erhitzen und die Senfsamen rösten, bis sie platzen. Zwiebel, Knoblauch und Gewürze dazu und kurz rösten. Tofu und Bohnen dazu, kurz mitrösten. Süßkartoffeln , Datteln, Sojasauce und Tomatenmark dazu, weiter rösten. Nach circa 5 Minuten mit Sojamilch ablöschen und kurz auf mittlerer Flamme köcheln lassen.

Wasser und Zitronensaft dazu, mit Mehl abbinden und gar kochen, bis die gewünschte Konsistenz entsteht. Dazu wäre noch Reis oder Naan Brot lecker, geht aber auch ohne.

Wenn jemand nachkocht, schreibt mir gerne, ob es euch auch so gut schmeckt wie mir. Guten Appetit!

Wedora von Markus Heitz

Eine neue Fantasywelt vom Schöpfer der Zwerge ist entstanden. Zwei Charakter geraten in die Wüste und müssen sich durch die Stadtgebiete Wedoras schlagen.

Die Welt wird sehr ordentlich aufgebaut, wie es sich für einen bekennenden Rollenspieler wie Herrn Heitz gehört. Es begegnen den Protagonisten ein Haufen Gestalten, die teilweise magische Anwandlungen haben, immer jedoch auf Ärger aus sind. Die Geschichte konzentriert sich wiederholt auf die Hierarchien und politischen Abläufe in Wedora. Hier bin ich teilweise ausgestiegen und habe es nur in langen Leseeinheiten von mindestens einer halben Stunde geschafft tiefer in die Handlung einzusteigen. Auch kann ich mich an die wenigsten Personen erinnern, die mir auf dieser Reise vorgestellt worden.

Vielleicht erklärt sich das aber auch in einer generellen Träumerei, die ich immer wieder feststelle. Kennt das noch jemand?