Die Welt im Rücken von Thomas Melle

Dieses Buch ist Arbeit. Man taucht ein in die Welt eines manisch-depressiven oder auch bipolar gestörten Mannes. Um genau zu sein in das Leben von Thomas Melle. Wenn ich nämlich die Schauplätze mit dem Lebensweg des Autors vergleiche, drängt sich mir schnell der Gedanke auf, dass es sich um den selben Mann handelt. Ähnliche Mutmaßungen findet man auch zu seinem ersten Buch „Schickster“.

In dieser Achterbahn ist man hautnah dabei, gleitet mit in die Manie, ist ergriffen von wahnhaften Verschwörungen und stürzt ab in die dunkle Depression. Man lernt Menschen kennen, die unseren Protagonisten mal länger oder kürzer zu retten versuchen und dann von der Krankheit in die Flucht geschlagen werden.

Dieses Buch ist so ehrlich, wie ich es aus meiner Psychiatriearbeit kenne und hat mich schockiert, verdreht, bewegt und beeindruckt. Zu Recht ein Kandidat für den Buchpreis.

 

 

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Veröffentlicht von

juliaimwunderlandblog

Ich bin Julia, werde dieses Jahr das dritte Mal 29 und arbeite mit Menschen mit Handicaps. Meine Arbeit und mein verträumter Geist lenken meinen Fokus immer wieder auf die schönen Dinge des Lebens. Manchmal ist es nur ein Bild oder ein Essen oder ein Buch, welches einen in eine Welt entführt, die frei ist von dem, was uns täglich belastet.

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