Harry Potter und das verwunschene Kind von J.K. Rowling

So lange ist mein letzter Potter her und mir war gar nicht bewusst, wie sehr mir die Abenteuer von Potter, Granger und Weasley gefehlt haben.

Diese Geschichte kommt als Theaterdrehbuch daher und es hat mich keine Sekunde gestört. Das Harry- Potter -Gefühl war vollständig da. Nur ist man in diesem Buch mit den Kindern unterwegs. Was sich für mich im letzten Band als lahmer Blick in die Zukunft präsentierte, funktionierte so unerwartet gut. Harrys Sohn Albus Severus Potter steht im Schatten seines Vaters und leidet sehr darunter. Die Auswahl seiner Freunde und Vorlieben lässt zwischen dem Zaubernachwuchs und dem großen Retter eine scheinbar unüberbrückbare Kluft entstehen.

Die Story ist immer wieder spannend und ich habe das Buch in fast einem Rutsch aufgesogen und jetzt wo es vorbei ist, rutsche ich in eine „Buchdepression“. Kennt ihr dieses Gefühl wenn ein schönes Buch zu Ende ist und ihr es nicht gehen lassen könnt? Ich wäre so gerne noch ein wenig mit den Potters unterwegs gewesen.

Die Welt im Rücken von Thomas Melle

Dieses Buch ist Arbeit. Man taucht ein in die Welt eines manisch-depressiven oder auch bipolar gestörten Mannes. Um genau zu sein in das Leben von Thomas Melle. Wenn ich nämlich die Schauplätze mit dem Lebensweg des Autors vergleiche, drängt sich mir schnell der Gedanke auf, dass es sich um den selben Mann handelt. Ähnliche Mutmaßungen findet man auch zu seinem ersten Buch „Schickster“.

In dieser Achterbahn ist man hautnah dabei, gleitet mit in die Manie, ist ergriffen von wahnhaften Verschwörungen und stürzt ab in die dunkle Depression. Man lernt Menschen kennen, die unseren Protagonisten mal länger oder kürzer zu retten versuchen und dann von der Krankheit in die Flucht geschlagen werden.

Dieses Buch ist so ehrlich, wie ich es aus meiner Psychiatriearbeit kenne und hat mich schockiert, verdreht, bewegt und beeindruckt. Zu Recht ein Kandidat für den Buchpreis.

 

 

Zwetschgenknödel

Herbstzeit = Zwetschgenzeit. Ich liebe die Gerichte, die uns der Herbst bringt. Unter anderem dieses leckere, für die mit Thermomix und die ohne Version.

600g mehlig kochende Kartoffeln

8 Zwetschgen

4 Würfelzucker

180g Weizenmehl

50g Pflanzenöl

750g Wasser

Salz

100g Semmelbrösel

Zimt nach Belieben

Kartoffeln geschält und geschnitten in den Mixtopf und mit Wasser bedecken, 95Grad Stufe 1, 25 Minuten oder im Topf gar kochen.

Abtropfen, abkühlen lassen. Zwetschgen waschen, entsteinen und abtupfen. Würfelzucker halbieren und ein Stück in die Zwetschge legen.

Abgekühlte Kartoffeln mit Mehl, Öl und einer Prise Salz in den Mixtopf und mit Linkslauf 1 Minute Stufe 2 oder mit den Händen bzw. dem Handrührgerat zu einem Teig verarbeiten. Mit feuchten Händen 8 Knödel formen und in Mitte die Zwetschgen einarbeiten. Dafür drücke ich den Teig zu einer Platte in die Handfläche, lege die Zwetschge darauf und Klappe die Ränder nach oben. dann Knete ich den Knödel bis die Füllung nicht mehr rausschaut.

Semmelbrösel in der Pfanne braun anrösten und Zimt und Zucker unterheben.

Die Knödel in den gefetteten Varoma legen und 20Minuten auf Varomastufe, mit 750g Wasser im Mixtopf, garen. Alternativ in Wasser kochen bis sie aufsteigen.

Die Knödel in der Brösel-Zuckermischumg wälzen und unter freudigem Seufzen genießen.

Das Obst lässt sich auch durch Aprikosen austauschen. Dazu schmeckt eine Soße oder ein Kompott aus der gleichen Obstsorte.

Ein langes Jahr

In der Buchbeschreibung fand sich eine niedliche Geschichte, es wurde über die Liebe zum Leben und das Schätzen der kleinen Dinge geschrieben.

Gefunden habe ich einen Aneinanderreihung von Ausschnitten die nicht ersichtlich zusammenpassten. Ich fühlte mich wie in einer Kurzgeschichte, nur dass ich das Gelesene in keinerlei Geschichte einordnen konnte.

Ich habe tapfer über 50% gelesen, bin aber nicht damit klar gekommen. Die Autorin stieg immer gleich tief in die Gefühlswelt der Charaktere ein, ohne die Geschichte darum ausreichend zu erzählen. Dadurch war die gut gemeinte tiefgründige Betrachtung ohne Kontext nur oberflächliches Gerede.

Deutscher Buchpreis

Endlich ist die Liste des deutschen Buchpreises draußen. Die letzten sechs Kandidaten der deutschen Schriftkünstler.

Immerhin vier davon sind gleich auf meine Liste gewandert und haben mal wieder eine kindliche Neugier auf deutsche Literatur geweckt.

„Die Welt im Rücken“,“Hool“, „ein langes Jahr“ und „fremde Seele, dunkler Wald“ und ich kann gar nicht sagen, welches mein Favorit wäre. Ich werde sie alle probieren. Ein optimistisches Denken mit einem Wunschzettel, der fast voller ist als alle Bücherregale. Aber ihr kennt das ja sicher.

Bäume reisen nachts von Aude le Corff

Meine Flohmarktbeute vom Wochenende lag nicht lange….

Manon ist besonders. Sie tritt nicht auf die Fugen, stellt ihre Schuhe auf die immerselbe Art ab und streichelt die Katze fünf mal. Nur dadurch bleibt die Welt im Gleichgewicht und nur deshalb kommt ihre spurlos verschwundene Mutter zurück.

In ihrem Vermissen lernt Manon Anatole kennen. Ein Rentner aus der Nachbarschaft, der ihr aus dem kleinen Prinzen vorliest. Zusammen schmieden sie einen Plan um Manons Mutter zu finden.

Die Geschichte ist so zauberhaft, die Beziehung zwischen Anatole und Manon so besonders. Ein Kind mit autistischen Zügen und ein Rentner, der vom kindlichen Feuer wieder neu entflammt.

Ein Buch, was mich sehr entzückt hat. Ich liebe es, in andere Richtungen zu denken und dem Leben eine Chance zu geben, mich zu erwärmen. Kinder und Menschen mit Behinderungen sind hierfür meine besten Lehrer, denn sie schaffen es, den grauen Schleier zu lüften und wieder freie Sicht auf das Glück zu haben.

Dieses Buch möchte ich gerne mit euch teilen und wandern lassen. Dafür möchte ich nur eines, eure Bewertung. Lesewillige vor!

Skargat von Daniel Illger

Es gibt Bücher die werden alleine durch ihre Geschichte getragen und welche, bei denen man von der Sprache gefangen wird. Ebenso gibt es viele Bücher die durch Ihre Cover  direkt begeistern. Dieses ist über eine Rezension auf meinem Kindle gelandet und durch eine brilliante Sprache dort geblieben.

Skargat-der Pfad des schwarzen Lichtes ist Fantasy auf hohem Niveau. Man begleitet Mykar, ein Verstoßener, der Cay findet, der ihn nicht verstößt und für den er im Gegenzug Alles tun würde. Dies wird auch auf eine harte Probe gestellt, denn Cay wird des Mordes angeklagt.

Der Kurs der Geschichte ist dann ziemlich schnell klar und wird jedem Fantasy-Leser vertraut vorkommen. Trotzdem gab es immer wieder Momente, in denen ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, da ich mich sorgsame Zeichnung der Charaktere, Mykar und seinen Weggefährten sehr nah gefühlt habe.

Deswegen werde ich sie sicher weiter begleiten und kann das Buch an Fantasyliebhaber weiterempfehlen.

Herbstsonntag

Ein vernieselter Vormittag auf dem Flohmarkt, das Kramen in Bücherkisten und Geschirr und dann dieses eine Buch, das einen irgendwie freundlich anlächelt und mit nach Hause genommen werden will.

Zuhause dann in die Kuschelsocken geschlüpft. Der Pflaume-Zimt Tee erfüllt den Raum mit herbstlichem Duft und wärmt die Glieder, die schon lange keine Kälte mehr gespürt haben. Die Decke wird einmal bis unter das Kinn hochgezogen.

Ohne den sommerlichen Aktivitätsdruck breitet sich eine wohlige Entspannung und Zufriedenheit aus, mit der ich mich ohne schlechtes Gewissen in meiner Flohmarktbeute verlieren kann.

Der Regen tröpfelt vor dem Fenster in ein gleichmäßiges Rauschen, das mich fühlen lässt, dass ich nirgends lieber wäre.

Mandelmilchbrötchen

Am Wochenende zieht es mich magisch in die Küche. Alles wofür unter der Woche keine Zeit bleibt, wird mit stetiger Begeisterung nachgeholt. Dabei unterstützt mich immer wieder mein Thermomix, der mir unliebsame Aufgaben abnimmt.  Für euch schreibe ich beide Varianten auf.

Da ich besonders gerne frühstücke, liebe ich warme Brötchen mit selbstgemachter Marmelade. Die Belohnung für die Mehrarbeit liegt hierbei aber nicht nur beim Essen, sondern beim Blick in die noch müden Augen, die sich über Leckereien am Morgen freuen.

270g Pflanzenmilch (Soja, Hafer, Mandel, Haselnuss)

80g Alsan (Pflanzenbutter)

50g Vollrohrzucker

1 Würfel Hefe

550g Mehl

1 TL Salz

1 EL Vanillezucker (am liebsten selbstgemacht)

Milch mit Zucker und Butter 3 Minuten bei 37Grad verrühren oder auf dem Herd leicht erwärmen. Dann die Hefe 3 Minuten bei 37 Grad auflösen. Ohne Temperaturanzeige reicht lauwarm.

550g Mehl, unter Umständen etwas mehr, 8Minuten auf Knetstufe zu einem nicht klebenden Teig verarbeiten, oder mit dem Rührgerät und den Händen kneten.

Den Teig zu einem Laib formen und in 12 Teile teilen. Diese werden als Kugeln in eine gefettete Auflaufform gelegt und mit ein wenig Pflanzenmilch bestreichen. Damit die Milch haftet, vermische ich circa 2EL mit 1EL Mehl, bis eine Creme entsteht.

Dann 1 Stunde gehen lassen. Anschließend die Brötchen auf unterster Stufe bei 180Grad circa 30 Minuten backen und warm mit Marmelade oder Nussaufstrich genießen.

 

 

Schäferkuchen

Ein Gericht, das mich erstmal an Engländer und Minzsoße denken lässt. Ich bin seit dem Kennenlernen meiner Lieblingsengländerin längst eines Besseren belehrt worden. Heute bekam ich es als Resteessen und es wandert sofort in die Liste der Schnellgerichte, von denen ich an Arbeitstagen gar nicht genug haben kann. An Gemüse kann eigentlich alles rein, was im Kühlschrank schon sehnlichst auf Gebrauch wartet.

200g Linsen (Puy oder Beluga)

1 Zwiebel

1 Karotte

Pilze nach Geschmack

5-10 Kirschtomaten

Erbsen

1 EL geräucherter Paprika

2 EL Tomatenmark

200g Polenta

600ml Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer, Kräuter (Thymian, Rosmarin)

Linsen in 1 Liter Salzwasser 20-25 Minuten al dente kochen. Linsen abschütten und 200 ml Kochflüssigkeit auffangen.

Gemüse klein schneiden und mit etwas Öl anbraten, bis die Zwiebeln glasig sind. Weiches Gemüse später zugeben.

Tomatenmark, Linsen und aufgefangenes Kochwasser zugeben. Abschmecken mit Salz und Pfeffer und kochen, bis eine Soße entsteht.

Gemüsebrühe mit Kräutern aufkochen und Polenta einrühren. Am besten vom Herd nehmen und permanent rühren, damit keine Klumpen entstehen. Wenn sie Blasen wirft ist fertig, anschließend abschmecken.

Gemüsemischung in eine Auflaufform geben und mit der Polenta bedecken. Bei 200 Grad Ober-Unterhitze 5-10 Minuten überbacken, bis die Polenta ein wenig knusprig ist.

Guten Appetit!

Was sind eure Variationen?